Der Staat, Google, und meine Daten

Dieser Text lag jetzt schon einige Tage auf meinem Desktop und sollte eigentlich einen anderen Grundton haben, aber jetzt, da der EuGH gerade ein interessantes Urteil gefällt hat, kann ich den Text endlich fertigstellen, wenn auch mit leicht geändertem Thema.

Heute, am 8. April 2014, geht nicht nur der Support für eins der besten Betriebssysteme zu Ende und eine schwere OpenSSL-Lücke taucht auf1, der Europäische Gerichtshof hat auch entschieden, dass die Vorratsdatenspeicherung nicht verfassungskonform und somit nicht legal ist; sie erzeuge ein “Gefühl der ständigen Überwachung”.
Dieses Urteil kann ich nur begrüßen, und da ist es für mich unverständlich, dass solche Flitzpiepen aus der Union den heutigen Tag als “Feiertag für das organisierte Verbrechen” bezeichnen. Jetzt mal abgesehen von der Verlogenheit und Doppelmoral, die ich mittlerweile fast jedem Politiker auf Bundesebene unterstelle (seht ihr, Kinder, *das* ist Meinungsfreiheit), diese Aussage verdient die Goldene Gesichtspalme.

Also: Vorratsdatenspeicherung, Mindestspeicherfrist, wie auch immer die Politiker es nennen, ist illegal. Der Staat darf nicht die komplette Telekommunikation seiner Bürger überwachen und protokollieren.

Jetzt könnte man mir Doppelmoral unterstellen, denn auf der einen Seite bin ich strikt gegen die VDS, auf der anderen Seite bin ich bei Google und Facebook.
Lassen wir Facebook mal in Ruhe (eigentlich verwende ich es nur noch, um mit ein oder zwei Freunden zu schreiben, die so gar nicht auf andere Kommunikationsmittel wechseln wollen) und lenken den Fokus auf Google.

Google weiß viel über uns alle. Über dich und mich, deine und meine Eltern, ggf. deine Kinder. Google steht seit über einem Jahrzeit für konsequentes Speichern aller Daten, die ihnen in die Finger kommen. Nur Facebook ist meiner Meinung nach aggressiver und arroganter, wenn es um dieses Thema geht.

Natürlich kann ich, wenn ich über die Menge der Daten rede, die Google über mich weiß, nur von meinem eigenen Datensatz ausgehen.
Im November 2007 habe ich Google erstmals eine Gelegenheit gegeben, meine Daten unter einer festen ID – der Google Mail-Adresse – festzuhalten. Seit dieser Zeit haben sich viele Daten angesammelt, darunter viele tausend E-Mails, nochmals tausende YouTube-Videoaufrufe, Kalendereinträge, Kontakte, Blogartikel (dieser Blog ist bei Google Webmaster Tools gelistet), über zweitausend Musiktitel, und natürlich zehntausende Suchanfragen bei den verschiedenen Google-Diensten.
Durch meine Android-Geräte kamen in letzter Zeit noch mehr Daten hinzu, wie meine Standortdaten und meine Stimme.

Irgendwer wird jetzt den Kopf auf den Tisch gehauen und sich gedacht denken: “Oh mein Gott, wie kann dieser Trottel nur? Der verkauft doch seine Seele und sein Erstgeborenes an den Teufel!”
Nun, wie es um meine Seele bestellt ist, kann ich leider nicht mehr mit abschließener Sicherheit sagen, und von einem Erstgeborenen bin ich zeitlich und logistisch noch sehr weit entfernt. Aber ja, prinzipiell habe ich kein Problem damit, meine persönlichen Daten Google zu überlassen, denn:

  1. ich ziehe einen Nutzen daraus, und
  2. es passiert freiwillig.

Ich war derjenige, der bei Google auf Zustimmen, Ja, Aktivieren, Speichern geklickt hat, mit vollem Wissen, was ich da mache. Meine Geburt als deutscher Staatsbürger war eine Entscheidung meiner Eltern, da hatte ich recht wenig mitzureden. (Das war aber ohne Frage die beste Entscheidung, die sie für mich getroffen haben. :))

Und aus der Speicherung und Auswertung der Daten durch Google ziehe ich einen Nutzen. Google Now erinnert mich, dass ich um 16:30 einen Termin habe, erkennt, dass er nahe bei unserem Haus ist, und sagt mir, wann ich losgehen muss, um pünktlich zu sein. Meine Kontakte können nie verloren gehen, anders als, sagen wir, wenn ich sie auf meiner SIM oder im Handyspeicher ablege. Wenn ich irgendwann einen coolen Link gefunden und geklickt habe, liegt er in meinem Suchverlauf. Die Passwörter, die ich zu Hause eingebe, kann ich auch in der Uni nutzen – und auf meinem Tablet und Handy. Dank Google Play Music habe ich meine gesamte Musik “in der Cloud”, inklusive Playlists und Googles Musik-Mixes passend zu meiner Musik. Und so weiter.
Natürlich nutzt Google all diese Daten, um mir besser Werbung unterzujubeln. Das ist deren Geschäftmodell, und von der Umsetzung mal abgesehen ist das nicht verwerflich.

Welchen Nutzen habe ich daraus, dass ich als freier erwachsener Bürger von meinem Staat überwacht werde; dass der Staat weiß, mit wem ich telefoniert habe, auf welche Webseiten ich gehe? Keinen einzigen. Der Staat und seine Bürger haben eigentlich, nach meinem Verständnis einen einfachen Deal: die Bürger zahlen Steuern, und der Staat kümmert sich um das Wohl seiner Bürger. (Weise Worte, ne?)
Den Staat hat nicht zu interessieren, mit wem ich wann meine Zeit verbringe, was ich esse, wen ich anrufe und was ich im Internet treibe. Oder, um es mit den Worten von Futurama2 auszudrücken:

Hermes: When the lights go out, it’s nobody’s business what goes on between two consenting adults.
Zoidberg: Or one!

Natürlich könnte ich bei Google jederzeit sagen: hört auf mit eurem Scheiß.
Für Mails nehme ich (seit einiger Zeit schon) meinen eigenen Mailserver, für Kontake und Kalender könnte ich Owncloud nehmen, als Google ID kann ich eine anonyme Adresse nehmen mit falschem Namen. Ich muss kein Android-Gerät verwenden, statt Chrome kann ich Firefox und statt Google Maps OpenStreetMap benutzen. Oder ich verwende Google nie wieder.
Das ist der nächste Punkt: ich habe eine Wahl. Und selbst wenn ich meine normale Google-ID verwende, kann ich noch sagen: nein, ich will nicht, dass ihr ein Standortprotokoll anlegt; ich will keinen Suchverlauf; ich will euch nicht sagen, wann ich wo welchen Termin habe.

Wie sieht das aus mit mir und Deutschland? Ich kann hier nicht wirklich weg, und will es auch nicht. Ich könnte zwar auswandern, aber innerhalb der EU würde es mir gar nichts nützen, sofern denn VDS europaweit legal und verpflichtend wäre, was es ja ab heute nicht mehr sein kann. Und darüber hinaus – auszuwandern wäre viel zu kompliziert, und absolut nicht trivial; ganz zu schweigen davon, dass ich dann Familie und Freunde zurücklassen würde.

Hier habe ich die allumfassende Überwachung sämtlicher Internetkommunikation durch die NSA mal außen vor gelassen; die Daten werden ja auf Server in den USA transportiert, wo die NSA sie einfach und legal abgreifen darf, da ich kein US-Bürger bin. (Werde ich auch nie werden. Ich will da bloß mal irgendwann Urlaub machen und Freunde besuchen.)
Andererseits war es bei der vorigen VDS-Richtlinie auch nicht so, dass die Daten auf europäischem Hoheitsgebiet gespeichert werden mussten, also macht euch da mal keine Illusionen, dass die gute deutsche Regierung alles schön im Inland behalten hätte.

Und bevor jemand ankommt: aber du kannst doch deine E-Mails verschlüsseln, du kannst doch Proxys/VPN/TOR verwenden, etc. Mache ich ja. Das ist mein GPG Public Key3, TOR und VPNs verwende ich auch bei Gelegenheit. Aber muss ich wirklich zu solchen Mitteln greifen müssen, um mein Recht auf Privatsphäre ausüben bzw. nutzen zu können?

Auch Google ist kein Wohlfahrtsverband, und wie bei der ehemaligen Rubrik “Was wäre wenn” des Elektrischen Reportes (eine schöne Sendung, die ich viel zu selten sehe) erkennbar war, kann die massenhafte Datenspeicherung- und Auswertung zu komischen, wenn auch bisher nur hypothetischen, Effekten kommen, wie etwa die Ableitung des sozialen Standes aus Standortdaten, Suchanfragen etc. Man darf nicht blauäugig an die Sache rangehen und denken, Google würde für seine Kunden arbeiten. Das mag zwar zu Teilen stimmen, ist damit aber weit von der ganzen Wahrheit entfernt – die da lautet, dass Google durch Verkaufen von an die Benutzer angepasste Werbung Geld verdient! (Und Wasser ist nass.)

Nachdem ich jetzt schon beinahe wieder eine kleine Dystopie aufgezeichnet habe, möchte ich den Artikel natürlich relativ positiv beenden, und zwar hiermit:

  1. Die Union hat (ohnehin) den Arsch gewaltig offen.4
  2. Oft macht die EU, bzw. ihre Instituationen, Mist. Manchmal aber, wie heute, macht sie was Gutes.

1 Mein Hoster, Uberspace, hat super reagiert und spät in der Nacht die gefixte OpenSSL-Version kompiliert und auf alle Hosts gepusht. Bester Hoster wo gibt!

2 Aus der Episode S06E04, Proposition Infinity.

3 SHA1: 477afbec0af0b3bddc322f2e79dd93208b336861, MD5: 3a05cb49ebd222c0b1acf1e2e1d0eb91.

4 Kollektive wie “die Polizisten” oder “die Union” kann man nicht beleidigen.

London

Wir sind zurück, genug Plutonium versteigert!

Ich bin zurück aus London! Nach einem 24-Stunden-Marathon bin ich wieder in der Heimat angelangt, und natürlich fackel ich nicht lange, sondern berichte!

Übrigens, nach einem Klick auf die Bilder seht ihr sie auch in Originalgröße!

Anreise

Mit dem ICE nach Hannover. British Airways, von Hannover (HAJ) nach Heathrow (LHR). Platz 8F, eine schöne Aussicht hat man von da.

Von Heathrow Terminal 1 mit der Piccadilly Line ins Zentrum von London, und von der Station Old Street zum Hostel.

Hier ein Tipp, wie man möglichst günstig von Heathrow aus ins Zentrum kommt, wenn man für 4 Tage oder länger bleibt. Zuerst braucht ihr eine Oyster Card. Fahrt vom Flughafen mit der Piccadilly bis zur Acton Town Station, steigt dort in die District Line (east-bound) um und fahrt bis Turnham Acton. Dort steigt ihr aus, stempelt aus, und bucht am Automaten eine Travelcard für Zone 1-2 (oder bis zu welcher Zone ihr auch immer wollt) auf die Oyster Card. Für Zone 1/2 kostet das £31.40, und das ist ab 4 Tagen günstiger als der “price cap” von £8.70 pro Tag.

Ab Turnham Acton fahrt ihr dann regulär ins Zentrum. Der Trick funktioniert, weil die Station in zwei Zonen liegt, und das System immer den günstigeren Tarif nimmt.

Das Hostel

Hieß “The Dictionary” und liegt an der Kingsland Road im Osten Londons, Bereich Hoxton/Shoreditch. Falls irgendwer mal da hin will: Exit 2 an der Old Street Station, dann die 55 oder 235 an der Shoreditch Fire Station nehmen, bis Shoreditch Town Hall. An der nächsten Kreuzung links, dann ist der Laden auf der rechten Seite.

Das Hostel ist sauber, Strom ist vorhanden, WLAN auch, pro Zimmer ein oder zwei Bäder. Manche Zimmer zeigen zur Hauptstraße raus, man kann trotzdem gut schlafen.

Ursprünglich hatte ich ein Bett in einem 16er-Schlafsaal gemietet, aber aufgrund von technischen Problemen wurde ich dann in ein 12er-Zimmer gesteckt. Not gonna complain!

Morgens gibt es von 8 bis 10 Frühstück: Bagel-Brötchen-Hybride (95% geschmackslos) mit Billignutella, Marmelade oder Erdnussbutter, Müsli, Instantkaffee und Teebeutel (England halt). Hey, es ist im Preis inbegriffen und macht satt bis zum Mittag.

Wer noch nie in einem Hostel war, dem seien der Kauf von Ohrenstöpseln und einem Vorhängeschloss sehr zu empfehlen. Ich hab meine Ohrenstöpsel zwar nicht gebraucht (yay, keine Dauerschnarcher!), aber das Schloss ist unerlässlich. Du weißt nie, wie die Einstellung deiner Zimmergenossen zu Privatbesitz ist.

Allgemein würde ich den Laden weiterempfehlen. (Sollte ich aber mal wieder nach London, würde ich aus Prinzip ein anderes Hostel nehmen.)

Bus und Bahn

Das Busnetz ist kompliziert in London. Weiter außen ist es noch recht einfach: eine Haltestelle in AB-Richtung, eine in BA-Richtung. Aber irgendwann wird’s kompliziert. Beispiel: Great Eastern Street hat zwei Haltestellen. Aber Old Street Station ist schon komplizierter: es gibt mehrere Haltestellen rund um den Kreisel, die alle unterschiedliche Linien bedienen – und zudem heißen manche Haltestellen auch anders. Die 55 nach Leyton fährt erst die Old Street Station an, dann Shoreditch Fire Station – die wiederum liegt genau gegenüber Old St Stn in umgekehrter Fahrtrichtung. Und jetzt stellt euch mal die Haltestellen auf der Oxford Street vor.

Die Londoner Lösung ist es, die Haltestellen durchzunummerieren mit Buchstaben. An den Haltestellen finden sich dann Pläne und Karten, wo welche Linie hält und wo welcher Buchstabe zu finden ist. Kompliziert.


Dieser Bus hält überall!

Im Tube-Netz gibt es auch ein paar Dinge, auf die der unerfahrene London-Reisene vielleicht nicht vorbereitet ist. Die verbundenen interchange points zeigen an, dass sich die Linien hier treffen, aber man eventuell ein paar Meter gehen muss. Bei Waterloo ist das gut zu schaffen.

vs

Und jetzt der hier. Bank/Monument. Wenn ihr wirklich von der District/Circle Line auf eine der anderen wechseln wollt, prost Neujahr. Die sind, je nach Verkehrsaufkommen und aktuellem Stationsaufbau, gut fünf Minuten voneinander entfernt.

Die Northern Line ist auch immer wieder Grund zur Freude, denn sie hat nicht nur zwei branches wie z.B. die District Line, sie hat direkt vier, und nach Planungen sollen es angeblich sogar sechs werden.

Here’s the deal: es gibt zur Nordseite den High Barnet Branch und den Edgware Branch. Die beiden treffen sich zum ersten Mal an Camden Town (Umsteigemöglichkeit zwischen den beiden Nord-Zweige). Dann treffen sie sich wieder an Euston, wo man zwischen dem Bank- und Charing Cross-Zweig umsteigen kann. Von da an fahren beide getrennt bis Kennington, wo man wieder zwischen den Zweigen umsteigen kann – aber viele Züge von High Barnet enden auch hier. Und danach werden beide Zweige zusammengeführt. Und jetzt versucht das mal einem Franzosen klarzumachen, der nach Hampstead will, aber an einer Station steht, wo nur High Barnet-Züge fahren.

Auch zwei reichlich seltsame Ereignisse in den Öffis: eine Gruppe Jugendlicher reicht eine Visitenkarte für einen Gitarrenladen herum (die keiner will, und trotzdem jeder in deren Umkreis mal hat), und eine offensichtlich betrunkene Frau bettelt alle um “spare change” an, setzt sich dann vor mich, pöbelt mich an, isst Fertig-Chicken-Wings und legt die Knochen auf den Boden. London halt.

Tipp: steht rechts auf Rolltreppen (und ja, das gilt auch außerhalb der Tube), und haltet am Ein- und Ausgang die Oyster Card griffbereit, z.B. in der Jackentasche. Wenn ihr vor dem Einlass steht und erst noch eure Karte sucht, werdet ihr, besonders zu Peak-Zeiten, von hinten erdolcht. Oder zumindest (für britische Verhältnisse) unfreundlich angefahren.

Lokale SIM-Karte

Wenn euer Handy entsperrt ist, dann holt euch am besten eine lokale Prepaid-SIM-Karte. Prepaid ist dort unter dem Begriff “pay as you go”, kurz PAYG bekannt.

Zu empfehlen ist hierfür T-Mobile (zu finden in EE-Läden), dort bekommt ihr für 10£/Monat 1GB Daten, 100 Minuten und 400 SMS innerhalb Englands. Von den SMS hab ich zwar nur einmal Gebrauch gemacht, aber nett zu wissen, dass diese Optionen existieren.

Ich bin bei Congstar (also Telekom-Netz), davor bei o2. Bei Congstar zahle ich 13€ im Monat für 1GB Daten, bei o2 hab ich 15€ für 500MB bezahlt (glaube ich zumindest). Warum haben wir in Deutschland nicht so geile Angebote wie in England?

Markets

Ich stehe ziemlich auf Märkte. Natürlich nicht Supermärkte, sondern so was wie Flohmärkte und Straßenmärkte (street markets). Natürlich kann man nicht alle in London an einem Wochenende mitnehmen, aber ein paar hab ich dann doch besucht:

    • Brick Lane Market. Die Brick Lane ist das “Zentrum” der Bangalesen in London, und der Straßenmarkt befindet sich in der besagten Brick Lane und Nebenstraßen. Neben viel Schrott findet sich auch viel gutes Essen. Und reichlich! (Übrigens gibt es dort auch Marktstände, die Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren. Da konnte ich mit meinen 80 US-Cent an Bitcoins leider nicht viel beschicken, aber coole und sinnlose Idee.)
      Bitcoin und Dogecoin. Im “real life”.Für 5£ eine große Portion indisches Essen, und 2£ für eine große karamellisierte belgische Waffel? Not gonna complain.
    • Maltby Street Market. In Bermondsey unter (und neben) den Gleisen der London Overground gelegen ist der Maltby Street Market. Auf dem Weg dorthin haben mich zwei religiöse Frauen versucht mit Gott zu bekehren oder so, aber das wurde aufgrund meines allgemeinen Zustands nichts. Auf dem Markt gibt es viel zu essen (ich hab mich für ein Stück Triple Chocolate Brownie entschieden, mit 3.50£ recht teuer, aber ziemlich gut), auf der anderen Seite der Brücke gibt es noch ein paar Läden und ein paar Ramschhändler. Dieser Markt ist relativ unbekannt, aber auch nicht ganz unbekannt. Weiß auf jeden Fall zu gefallen, und wer am Samstagmorgen mal Lust auf riesige Schokokekse oder grilled cheese oder schottische Eier in Teig hat, there you go.
      Maltby Street Market.
    • Borough Market. Sehr bekannt und sehr groß, eigentlich bin ich dort durch Zufall auf meinem Weg von Bermondsey in die Stadt gelandet und geblieben. Wieder Essen! So viel gutes Essen! ARGH! Es riecht so gut! (Ich hab für 4.50£ eine “Bratwurst with sauerkraut” genommen… nicht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, aber lecker. “Hi, I’ll have a Bratwurst with Sauerkraut” klingt übrigens auch witzig.)
    • Brixton Market: Brixton ist lustig. Es gibt auf der “Hauptstraße” vor der Tube-Station einige Läden, aber interessanter ist der Markt rund um die Station (U-förmig dahinter, einer der Enden ist die Eisenbahnbrücke). Dort gibt es neben Schrott auch viele Lebensmittel, à la Wochenmarkt. Überdimensionierte Banane mit ziemlich hartem Fruchtfleisch für 30p? I’m in.

Ihr merkt schon, warum ich diese Märkte mag? ;) Nein, natürlich nicht nur wegen des Essens… es ist einfach eine schöne Sache, an den ganzen Ständen gemütlich vorbeizugehen, interessante und lustige Sachen zu sehen und auszuprobieren.

Mehr Essen

Richtig, noch mehr Essen! Abgesehen von den unsäglichen und geschmacksfreien Bagel-Brötchen-Hybriden im Hostel hab ich mir vier Stangen Oreos über die Woche verteilt reingepfiffen (die waren im Angebot im Tesco vor der Station Westminster!) und die Sandwiches, wie sie es in Supermärkten immer im Kühlregal gibt. Das scheint echt ‘ne britische Eigenart zu sein. Natürlich mit original britischem Riesen-Labber-Toast.

Einmal war ich auch im “Shopping-Center” Elephant and Castle – eine Mischung aus multikulurellen Imbissen, Billigläden und leerstehenden Flächen, und dort gab es ein “American Diner”. Es wurde ein quarter-pounder with cheese beworben (und wer den nicht versteht, sieht sich bitte zack-zack Pulp Fiction an). Bogdan bediente und Hector Salamanca belegte die Burger. Zumindest sah es so aus. Ob in den Plastikeimern Tüten mit Blue Meth waren, kann ich leider nicht sagen.

Der Burger war fettig, aber gut. Bestimmt lebe ich jetzt drei Tage kürzer deswegen.

Und wenn ich schon mal in England bin, dürfen natürlich auch die Fish & chips nicht fehlen. Die Wahl fiel durch Zufall auf einen Shop in Holborn (es war Feierabendverkehr, die 243 steckte fest und ich hatte Hunger), und für 7£ gab’s eine riesige Ladung chips with salt and malt vinegar (absolut geil) und battered fish. Da hatte ich lange dran zu essen.

Spiele

Als deutscher Spieler hat man immer ein Problem: die guten Spiele sind oft geschnitten.Aber es gibt ja zum Glück das Ausland, in dem es ungeschnittene Spiele gibt. Jetzt hab ich GTA San Andreas und Half Life als ungeschnittene Versionen, zudem noch neu Sleeping Dogs und Saints Row 2, und ein Spiel von Rockstar Games, das es in Deutschland nur sehr sehr kurz gab.

CeX ist eine gute Anlaufstelle für Games, GAME nicht so. Ob es GameStation noch gibt, kann ich nicht sagen; als ich davor mal in England war, gab es den Laden jedenfalls, die waren auch nicht schlecht. Leider war ich damals noch PC-Spieler und hatte nur eine PS2 (die PS3 kam den Monat darauf).

Reddit Meetup

Es gibt /r/LondonSocialClub – ein Subreddit, wo Londoner kleine Meetups planen können, und dann geht man gemeinsam was trinken oder im Park grillen oder sonst was. Das Subreddit hab ich entdeckt, als ich auf der Suche nach einer Beschäftigung für den Freitagabend war. Und siehe da, jemand lud zu “Friday drinks” ins The Royal George ein.

Los ging’s um kurz nach 6. [Hier bitte mehrere Pints Bier und ein paar Longdrinks einfügen.] Das ganze endete als “pub crawl”, wo wir vom Royal George erst in einen anderen Pub wechselten und dann in irgendeine Art Metalkneipe, wo sich die Veranstaltung auflöste. Irgendwie hab ich’s geschafft, ins Hostel zu finden. Irgendwie.

Oh, und was in so einem Moment gar nicht hilft: wenn morgens um 5 eine Horde französischer Touristen ins Zimmer kommt und einen Lärm veranstaltet wie eine Großbaustelle.

Apple Store

Neulich kam ja iOS 7.06 raus, und die Displays neben den Produkten in Apple Stores sind ja bekanntermaßen iPads, und laufen somit unter iOS. Auf einem Display neben einem MacBook erschien eine kleine Meldung “iOS 7.06 ist verfügbar”. Einfach mal drauftippen… und whoops, schon waren wir in den Einstellungen! Leider kann man von dort aus nicht einfach auf den Homescreen. Aber ein Mitarbeiter kam vorbei, entschuldigte sich bei mir dafür, und startete die Kiste neu. Dazu hat der die obere linke Ecke relativ kräftig eingedrückt, was den An-/Aus-Knopf getriggert hat. Und wieder was gelernt! :D

Außerdem habe ich, während das iPad rumgespackt hat, einen Tarball der gesamten Demo-Musik aus iTunes erstellt und in meine Dropbox hochgeladen… hat keinen gejuckt. Na gut, ich hab’s auch nicht wirklich offensichtlich gemacht. Wenn’s jemanden interessiert: das hier ist die Tracklist.

Und wo wir schon mal beim Thema Apple sind… noch nie hab ich so viele Apple-Geräte auf einen Haufen gesehen. In der Tube: iPhones ohne Ende, iPads noch und nöcher, und mitten im Feierabendverkehr holt ein Mann ein dickes MacBook aus der Tasche und arbeitet. Natürlich auch nur das Neueste: iPhone 5/5s/5c, iPad Air, und so weiter. Da kommt man sich mit seinem Windows Phone ja fast schon schäbig vor. Aber auch nur fast!

Da ich derzeit mit Windows Phone experimentiere, hab ich nur mein 520 mitgenommen und das iPhone zu Hause gelassen. Pro-Tipp für Lumia-Nutzer: schmeißt Nokia Smart Cam vom Handy, wenn euch die Bildqualität am Herzen liegt. Das Ding bietet keine großen Vorteile, nimmt aber nur 1280x720p auf. *dislike*

Blending in

Wie erkennt man die Touristen in London? Das sind die, die in einer großen Gruppe vor dem Buckingham Palace stehen und den Laden durch den Zaun fotografieren. Die am Freitag am Monument Schlange stehen, um sich oben gegenseitig auf die Füße zu treten. Die sich dabei fotografieren lassen, wie sie in einer roten Telefonzelle stehen. Die bei 15°C und Wolken ihre Outdoorjacke (in der Stadt!) anziehen. Die in der Tube planlos auf den Linienverlauf und das Liniennetz-Faltblatt in der Hand gucken. (Londoner verwenden dafür meist Apps oder PDFs.)


Pfft, tourist.

Anscheinend war ich so gut darin, nicht wie ein Tourist auszusehen, dass ich vier oder fünf mal von Touristen gefragt wurde, wo denn XYZ sei oder wie man nach ABC käme. Manchmal konnte ich sogar helfen! Und wieso wurde ich von Touristen für ein Nicht-Tourist gehalten? Weil ich aussah wie immer. Sneaker, Jeans, Kapuzenjacke oder Hemd, graue Jacke, ggf. Umhängetasche. Und wer in Brixton oder Bermondsey rumläuft, oder mit dem Bus um 21 Uhr von Hammersmith in die Stadt fährt, oder mit der Bakerloo Line im Kreis fährt und dabei den Evening Standard liest (das macht jeder!), der ist mit erhöhter Wahrscheinlichkeit kein Tourist.

Natürlich hatte auch ich meine Momente, in denen ich so Tourist war, wie es nur ging (kein Londoner würde St. Paul’s fotografieren, oder die Tower Bridge!), und ich weiß, dass auch ich ein Tourist in London bin, aber ich versuche auf Reisen immer so wenig wie möglich den Touristen raushängen zu lassen.

Doctor Who

Als Fan des Doktors (zumindest in der RTD-Ära…) war ich natürlich bei der TARDIS – okay, es war nur eine reguläre Police Box, aber psst. Steht übrigens vor der Earl’s Court Station. Und, was auch nicht fehlen darf, ist Battersea. Das verlassene Kraftwerk, das nicht nur auf einem Pink Floyd-Cover auftaucht, sondern in der auch die Cybermen ihre Upgrade-Fabrik bauen. Zwei der besten Episoden überhaupt.


This will be deleted.

Ja, es gibt auch ein Doctor Who-Museum nahe Upton Park, aber das scheint mehr auf die klassische Serie konzentriert zu sein, und von der hab ich bisher nur sehr wenig gesehen (eine halbe Episode mit Hartnell), daher hab ich das sein lassen.

Die Rückreise

Ah, die schlimmste Reise meines Lebens. Mein Flug ging um 2055, aus dem Hostel musste ich jedoch schon um 1000 raus sein. Ursprünglich hatte ich geplant, bis ca. 1600 irgendwas zu machen, aber dass um die Zeit der Abend-Peak in der Tube beginnt (das Peak-Cap ist höher als das Off-peak-Cap) hatte ich nicht bedacht. Und so saß ich um 1500 am Heathrow-Terminal 1. Hoch lebe der Sponsor für die zwei Stromsäulen, an denen man seine Geräte aufladen konnte.

Aber um 2305 landete der Flieger in Hannover, und um 2336 fuhr eine S-Bahn zum Hauptbahnhof. Das Blöde war nur: der letzte Zug nach Hause fährt mittwochs um 2336, der erste um 0520. Fünf Stunden warten. Naja, Bürger-King und die Goldene Möwe haben mich mit Essen, Trinken und Wärme versorgt. (Hannover ist IMMER kälter als der Rest der Nation. Keine Ausnahme.)

Ab etwa 4 fuhren dann auch Stadtbahnen, sodass auch Rundreisen zwischen Bahnhof und Kröpcke möglich waren. Sehr spannend, aber besser als weiter in der Nähe der betrunkenen Typen rumzuhängen.

Und dann, wurde die Einfahrt des ICE 571 nach Ulm Hauptbahnhof verkündet. Oh, Freude. Und um 0650 war ich dann zu Hause. Wer hätte das gedacht. Ich jedenfalls zeitweise nicht.

Modales Carbon-Fenster in reguläres Fenster umwandeln

Mehr so als Dokumentation für mich selbst gedacht, aber vielleicht kann irgendwer irgendwann irgendwo was damit anfangen.

Wenn ihr ein Carbon-Programm habt, das ein modales Fenster besitzt (d.h. es verschwindet, wenn das Programm nicht aktiv ist – Beispiel ist das kleine Infofenster im Finder, ⌘ ⌥ i1), könnt ihr es unter Umständen in ein reguläres Fenster umwandeln.

Mein Programm war OSEx, das geniale DVD-Ripping-Tool für Mac OS X 10.6 und darunter (da PowerPC; gibt leider kein Intel-Äquivalent).

Der Pfad zur XIB-Datei

Im App-Bundle in Contents/Resources/main.nib ist eine Datei object.xib, eine XML Interface Builder-Datei. Ja, echtes XML und nicht plist. Dort sucht ihr nach IBCarbonWindow und zwar so lange, bis ihr das richtige Fenster gefunden habt.

Das Object besitzt ein Tag mit dem Namen carbonWindowClass, und die Konstanten für dieses Tag sind in HIToolbox.framework/Headers/MacWindows.h definiert – oder in der Window Manager-Referenz (Mirror).

Die Konstante, die wir brauchen, ist kDocumentWindowClass, da kPlainWindowClass keine Titelleiste besitzt; der Wert der DocumentWindowClass ist 6.

So ungefähr sollte das Snippet dann aussehen:
Das fertige Snippet

Mein Farbschema in Xcode basiert übrigens auf dem Darkside-Farbschema für Sublime Text.

Und wenn ihr das Programm dann neu startet, sieht das so aus:
Das Programm mit verändertem Fensterschema

Allerdings verwendet OSEx ⌘+w, um die DVD freizugeben… und Carbon sagt sich, he, das ist der Shortcut um das Fenster zu schließen!, und macht das Fenster zu. Also immer gucken, ob das nicht mit irgendwelchen anderen Funktionen interferiert.


1 Die HTML-Codes für cmd und alt sind ⌘ und ⌥.

Metronom Tweet-Filter

Jeden Morgen und jeden Nachmittag bin ich gut anderthalb Stunden mit dem Metronom unterwegs – sofern gerade Uni ist. Nicht schön, aber selten. Und Metronom bietet auch einen tollen Service an, nämlich aktuelle Zuginformationen über Twitter unter @metronom4me.
Jedoch kommt da ungefiltert alles raus, und so erfahre ich auch, ob zwischen Hamburg und Bremen gerade Streckensperrung ist, und welcher Zug bei Lüneburg liegen geblieben ist. Das interessiert mich nicht, denn ich brauche nur die Verbindungen von Hannover nach Göttingen.

Über Reguläre Ausdrücke kann man in einigen Twitterclients (z.B. Tweetbot, YoruFukurou) vieles verbergen, was man nicht braucht, so etwa auch die Tweets vom Metronom, die nicht meine Verbindungen betreffen. Und so habe ich hier mal, mit Stand vom Fahrplan Winter 2013, die Regulären Ausdrücke für bestimmte Strecken gebaut – sprich, alle anderen Verbindungen sind *nicht* enthalten, und ihr erhaltet nur News für eure Strecke. (Keine Garantie auf Vollständigkeit.)

Göttingen ↔ Hannover ↔ Uelzen
(81...|82[01]..)

Hamburg↔Uelzen
8(15|19|20|28)..

Hamburg ↔ Bremen
8(15|16|21|28)..

Hamburg ↔ Cuxhaven
(82...|81[69]..)

Und hier noch die invertierten Filter: die filtern nur die angegebene Strecke raus und lassen den gesamten Rest.

Göttingen ↔ Hannover ↔ Uelzen
828..

Hamburg ↔ Uelzen
816..|821..

Hamburg ↔ Bremen
8(19|20)..

Hamburg ↔ Cuxhaven
815..

Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt (für den Fall, dass eure Timeline öfter mal Tweets, die zufällig Metronom-Zugnummern beinhalten, postet) könnt ihr euren Filter auch hiermit erweitern:
((verkehrt|ist|hat|steht) (Zug )*)(Zugnummer-Filter)

Und da manche Tweets vom Metronom zu lang sind und das letzte Wort auf einen neuen Tweet umgebrochen wird, gibt es noch einen optionalen Filter, der alle Ein-Wort-Tweets filtert. Achtung, da kann dann auch mehr von betroffen sein.
^\b[a-zA-Z0-9äöü]+\b(\.)*$

evasi0n 7

“Yay, cool, Jailbreak für iOS 7!”

Leider kann ich diesem Jailbreak nicht vertrauen. Technisch gesehen handelt es sich bei jedem Jailbreak um eine Software, die unprivilegiert in ein System eindringt und sich mehr Rechte verschafft, als ihr zusteht. Irgendeine Lücke im System wird ausgenutzt, um sich selbst im System zu installieren. Wisst ihr, welche Software diese Eigenschaft noch besitzt? Malware.

Jetzt ist es ja meistens so, dass man den Jailbreak möchte. Auch ich hatte mal ein jailbroken iPhone, mit iOS 6.1.2. (Jaja, damals.) Und an sich geht man davon aus, dass ein Jailbreak eine gutartige Malware ist, die im Interesse der Nutzer handelt.
Nicht jedoch evasi0n7, der Jailbreak für iOS 7.0 bis 7.1B.

Denn evasi0n ist nicht self-contained. Heißt, der sogenannte Payload (die Binärdateien, die den Exploit beinhalten) liegt im Internet und muss heruntergeladen werden – wo, ist unbekannt. Was übrigens auch heißt, dass mit einer hübschen kleinen Man-in-the-Middle-Attacke der Payload unterwegs geändert werden kann. Zudem verrät evasi0n das auch selber, hier eine Zeile aus dem Output-Log:
22.12.13 15:49:14 [0x0-0x2a72a7].com.evad3rs.evasi0n7[79330] UP: 0 of 0 DOWN: 4066262 of 4507552

Und das Delta an heruntergeladenen Bytes pro Sekunde sind etwa 625.000, das entspricht ca. 610 kByte/s – etwa unsere Download-Geschwindigkeit.

Und selbst wenn nicht, und der Payload ist in der App enthalten: es wurde bekannt, dass auf chinesischen Geräten ein Fake-App Store für “vom Laster gefallene” Apps installiert wird. Sekunde – chinesische Apps? Und nachdem ja bekannt ist, dass der Payload höchst wahrscheinlich aus dem Internet stammt: na? Jepp. Wir können nicht wissen, ob wir nicht alle Kommunistensoftware (ah sorry, der musste einfach sein) installiert bekommen.

Auf meinem Computer kann ich leicht prüfen, ob am System gespielt wurde: ein SHA-Summen-Vergleich! Ja, ich habe die SHA-Summe meines Kernels und einiger wichtiger Komponenten/Treiber gespeichert. Kann ich am Handy nicht, da ich nicht den vorherigen Zustand kenne(n kann).
Wie dem auch sei, weiter geht’s mit guten Nachrichten: ein offener Brief! (Hoffentlich kein “strongly worded letter”, hehe.) TL;DR: wir haben Geld dafür bekommen, dass wir die chinesische Software in den Jailbreak aufnehmen.
Oh, und Saurik (der Mann hinter u.a. Cydia und dem SHSH-Server) wusste von dem Release nichts, und hat nach eigener Aussage die evad3rs vor den Chinesen gewarnt, es sei “sketchy”. Und auch hier geht es um Geld. Klar, Softwareentwickler sollen Geld verdienen, immerhin will ich selber eines Tages auch mal durch das Schreiben von Code eine Familie ernähren. Aber das ist ein Jailbreak, und alle Beteiligten betonen ja immer, wie frei und befreiend das alles sei. Sorry, aber das ist nicht mehr frei. Es ist gekauft.
Ja, manche Linuxentwickler bekommen auch Geld dafür, dass sie das Zeug schreiben, man denke an Red Hat oder Novell. Aber es bleibt open source, und das sind recht vertrauenswürdige Firmen. Eine chinesische 0815-Firma, die geklaute Apps anbietet, ist es nicht. Und der Jailbreak ist alles andere als offen – es ist eine Black Box.

Am Ende liegt alles am Vertrauen. Vertraue ich Apple? Ja. Vertraue ich den evad3rs? Nicht mehr. Sorry Jungs. Aber Hut ab vor dem technischen Hack/dem Jailbreak, das muss man ihnen nun wirklich lassen.

Wenn eine Software in der Lage ist, eine App auf meinen Home-Bildschirm zu bringen, dann weiß ich nicht, wozu sie noch in der Lage ist. Kernel/Rootkit? Treiber? Eine Hintertür für Chinesen? (Radio–Pitcher–Gnome… na? :D) Ich weiß es nicht, und da liegt das Problem.

Mein Handy habe ich komplett gelöscht und auf den Stand eines sauberen Backups zurückgesetzt. So gern ich auch mein Handy jailbroken hätte (abgesehen davon, dass die App beschissen ist und auf Mac OS 10.6 nur abstürzt), so nicht.

Kommentare AUS

Ganz ehrlich, mein Tag hat auch nur 24 Stunden, und in denen habe ich keine Zeit, mich auch noch zusätzlich um den Kommentarspam hier zu kümmern. Deswegen sind ab heute keine Kommentare mehr erlaubt, bis… irgendwann halt. Bedankt euch bei den Spammern.

Spotlight: Datei geändert nach Heute

If you’d prefer to read the English version, here you go.

Ich organisiere meine Dateien gerne, und ich mag es wenn mein Computer für mich arbeitet. In all unseren Kursen in der Uni bekommen wir regelmäßige Pflichtaufgaben, als PDFs, wie sich das gehört. Ende der 1990er haben ein paar Dozenten .DOC-Dateien verwendet. Ehrlich.
Auf jeden Fall war ich auf der Suche nach einer Möglichkeit, die Aufgabenzettel zu organisieren.

Am Anfang habe ich Aliasse (bzw. Softlinks, für die Unix-Freunde) erstellt und sie in einen Unterordner meines Uni-Ordners getan, sogar mit dem “STOP”-Schild von Mac OS. (Und ja, der Imperativ heißt zwar “Stopp!”, aber auf dem Schild steht “STOP”. Internationale Konventionen und so.) Das war insgesamt keine gute Idee, ich hab nämlich dauernd vergessen, neue Aliasse anzulegen.

Als Unix-Benutzer kenne ich den touch-Befehl, der legt das Änderungsdatum einer Datei auf “jetzt” fest. Der Befehl nimmt aber auch einen Parameter an in der Form “-t 1312142359″ (2013-12-14T23:59:00) an, der das Datum entsprechend setzt.

Großartig, das auf alle Dateien mit den entsprechenden Daten angewendet, und schon haben wir am 10.12.2013 Dateien, die am 4.1.2014 geändert wurden/werden wurden/geworden sein werden/wasauchimmer. Und was nun? Natürlich Spotlight und die Smart Folders.

Die Grund-Parameter für die gespeicherte Suche bzw. den Smart Folder: Such-Scope/Ordner ist der Uni-Ordner; Datei enthält das Keyword eurer Wahl (bei mir habe ich “Pflichtaufgabe” genommen); Dateityp wahrscheinlich PDF, wenn nicht, lasst den Parameter weg. Und was ist mit dem Änderungsdatum? Das ist schwieriger.
Spotlight beschränkt uns nämlich etwas. So, wie wir mit dem Finder oder Mail keine verschachtelten logischen Ausdrücke erstellen können (eine Mail von *.ru oder *.ua, aber mit Betreff “Madchen von Ukraine für Dich”), können wir auch nicht alle Felder und Parameter in der Spotlight-Suche nutzen. Dafür müssen wir den Such-Term an der Quelle ändern.
Im Grunde ist jeder Smart Folder nämlich eine Datei, die lediglich alle Suchkriterien in eine große logische Abfrage packt, mit der das Spotlight-Backend was anfangen kann. Und wir können diese Datei ändern, und unseren Suchterm beliebig anpassen.

Setzt das Änderungsdatum auf “nach” und das heutigen Datum. Speichert den Smart Folder z.B. auf dem Desktop, und zieht ihn dann auf TextEdit. (Unix-Freaks benutzen stattdessen vim, nano, joe oder emacs. Oder sed. Ganz kranke Gestalten nutzen sed.) In der Datei müsst ihr nach “kMDItemContentModificationDate” suchen; danach sollte “>” sowie eine Zahl folgen. Diese Zahl müsst ihr mit dem Term $time.today ersetzen. Das müsst ihr zwei Mal machen, öfter sollte das auch nicht vorkommen. Die Optionen weiter unten interessieren nicht (z.B. die Criteria Slices, die sind für den Such-Editor im Finder wichtig, aber für uns nicht mehr).

Wenn alles geklappt hat, sollte der Smart Folder jetzt z.B. alle Pflichtaufgaben anzeigen, die heute und/oder danach fällig sind.
Optional könnt ihr auch einstellen, dass nur alle Dateien zwischen heute und in 7 Tagen angezeigt werden. Den passenden Suchterm könnt ihr ja, wenn ihr da scharf drauf seid, mal selber rausfinden, ist gar nicht so schwer.

Spotlight: File Changed after Today

Yay, something in English! Mostly because this might be of interest to English speakers. And if you prefer German to English: hier lang zur deutschen Version.

I like to organize my stuff, and I like to have my computer work for me. For all of our classes in university we have mandatory assignments, given to us as PDF files. Now these assigments have due dates, and I’ve been looking for a way to organize them.

At first I’ve created aliases (or soft links, for the Unix nerds) and put them into a sub-folder of my “University” folder, equipped with Mac OS’s red STOP sign. How creative. (I liked the “walking man sign” on my grade 12 folder much better, to be honest). That wasn’t exactly a good idea, as I forgot to create aliases on a regular basis.

As a regular Unix user (I’d rather not use the term nerd here, that implies you’re good at it and like it in the first place…) I’m familiar with the touch command. And a quick look in the man page reveals that touch does accept a date! (In a few years, you won’t be able to use touch for a couple weeks because it’s on honeymoon with its spouse. Bad joke alert.)
Aaaaaaanyway… if you supply touch with a parameter of the form “-t 1312142359″ (2013-12-14T23:59:00) it will set the File Changed date to that date.

Great, so now it’s December 10, 2013 and you have files from January 4, 2014. What do you do? Well, Spotlight and its Saved Searches/Smart Folder feature.

Create a new Smart Folder with the following criteria: the search scope/folder is the folder with all the files in it. Search term is the identifying keyword you picked (can be contained in the file name or the Spotlight comments), e.g. “Assignment”. File type is most likely PDF. If not, leave the field empty.

The great question is: how can I tell Spotlight to use any day after today? With the Finder UI, that’s not possible. The closest option is “Today”, but then you can’t select “after” or “greater than”.
All Smart Folders are actually text files, with the search term encoded. And in the backend, Spotlight offers much finer-grained search terms than the UI allows.

Set the “Last changed” field to “after” and today’s date. Save the Smart Folder if you haven’t already done so, preferrably on your Desktop. Drag the smart folder onto TextEdit, and search for the string “kMDItemContentModificationDate”. It should be followed by > and a number. Now replace that number with $time.today. Do this two times, there shouldn’t be any more occurences. The criteria slices (they tell the Finder what to display in the Find editor) shouldn’t bother us. Save, and open the folder.
Hooray, if everything worked fine, the folder should now contain all files last changed today or after. If you’re keen on that, you can change the term even more to show only files that were Last Changed within the next 7 days. I’ll leave the search syntax for you to find out.

Ich hab was Eigenes!

Kein Klavier, kein Kosakenzipfel, und kein Jodeldiplom, aber ich hab was Eigenes – einen Server! Der steht zwar irgendwo in Frankfurt am Main rum, und wird von Uberspace.de betrieben (und eigentlich ist es nicht mein Server, den teile ich mir mit ein paar hundert weiteren Leuten) – aber dieses Blog, diese Domain, alles hier gehört mir. Zwar drücke ich WordPress.com jedes Jahr 11 Euro ab, damit jhinder.wordpress.com auch brav auf diese Seite weiterleitet (11 Euro für einen HTTP 301…!) aber das ist es mir wert :-)

Ich bin mal gespannt, wie das noch so wird. Das ändert natürlich nichts daran, dass ich als Student keine Zeit mehr fürs Bloggen habe, aber mittlerweile wurde die Seite doch ein paar Mal im Internet verlinkt, und da wäre es schade, wenn die ganzen Links eines Tages ins Leere führen würden.

Und falls euch auffällt, dass hier Bilder kaputt sein sollten – gebt kurz Bescheid, beim Umzug der Bilder von WordPress.com zu Amazon S3 ging leider ordentlich was schief, und ich kann nicht garantieren, dass alle Bilder mit rübergekommen sind.

Screenshots, April–Oktober 2013

So viel zum Thema Regelmäßigkeit. Aber was willste machen, wenn nacheinander Abi, Arbeit, Sommer und Studium kommen? Natürlich mit Phasen der großen Unlust zwischendurch. Whatever, hier also die Top 17 der hunderten Screenshots, die ich in dem halben Jahr gemacht habe.

Wenn Chromium gleichzeitig X und Haken rendert…
Not applicable

Manchmal ist Spam nicht ganz so einfach zu erkennen.
Spam (1) Spam (2)

Manchmal ist es auch nicht ganz so einfach, in PDFs die Zeichen richtig zu rendern.
Punkte über Buchstaben
Görlitzer Strasse

Bald bekommt die Wikipedia auch ein House of Lords.
Wikimedia Unterhaus

Das letzte Mal, als ich nachgeguckt habe, waren Christian und Patrick Männernamen… aber Facebook war schon immer etwas anders.
Frauen namens…

…genau wie Xcode, dieser First World Anarchist, der die Steuerelemente so rendert, wie er will.
Xcode & Control-Farben

Dass für diesen Fall überhaupt ein Check in den XNU-Code eingebaut wurde… andererseits besitzt XNU auch Endlosschleifen und doppelte Kernel-Panics.
XNU: going backwards!

Bei CD-Tools scheint es Standard zu sein, dass irgendeine Zahl über 100% liegt.
108 Prozent

Tja, file ist halt das englische Wort für Feile.
Ablage = Feile

Die Bundesnetzagentur hat auch noch nie vom Abfangen von Exceptions gehört.
Kleine Exception

So macht GTA gleich viel mehr Spaß! Wine bei der Arbeit.
GTA Zeichenfehler

Einen Antrag auf Erteilung eines Antragformulars, zur Bestätigung der Nichtigkeit des Durchschlagexemplars…
iTunes-Bürokratie

Intel hat die Kommafehler in ihren Prozessoren immer noch nicht behoben.
Kommafehler

Kein Kommentar.
Loncapa (1) Loncapa (2)